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VS
22 -3 : 12
Sieger: Bunkerlungerer
sundiegoat
Zur Bewertung »
vergibt ein 7 zu 4 an
Bunkerlungerer
Bewertung von sundiegoat
7 - 4
Gewinner: BunkerlungererBunkerlungerer
Video
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Audio
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Text
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Flow
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Das Battle ist schwierig zu bewerten, weil es sehr schwer ist, Künstler und Feature auseinander zu halten. Deshalb habe ich mich entgegen der Norm dazu entschieden, zwischen den Rappern nicht zu unterscheiden und beide als eins zu betrachten.
--- Video (1/1) ---
Die Szenen sind zwar sehr monton, das Video wirkt aber durchweg professionell, was vor allem an einer guten Performance von Ingo Vernabile und einem wirklich gelungenen Schnitt liegt. Einen Pluspunkt gibt es außerdem dafür, dass das Video draußen gedreht wurde. Dir Runde hat den Videopunkt verdient.
--- Audio (1/2) ---
Die Audioqualität ist für Bars League-Verhältnisse ordentlich, ich habe die Runde gerne mehrmals am Stück gehört. Die Hook klingt zwar ganz gut, ist aber meiner Meinung nach nicht wirklich für den Beat geeignet. Insgesamt schwanke ich zwischen einem und zwei Punkten, entscheide mich aber aufgrund des Regfrains nur für einen Audiopunkt.
--- Text (3/4) ---
Die Runde bietet viel Gegnerbezug. Von Earls Aussehen und Maskenwahl, über Videos bis zu seiner Battlehistorie wird eigentlich alles aufgegriffen, was der Gegner an Angriffsfläche bietet. Der Text liefert durchweg gelungene bildliche Sprache, was die Punches nochmal gut hervorhebt. Besonders gelungen ist dabei der Part über die Deckenhöhe im Video:
>>"Boah bist du ein Riese mit nem Kopf der bis zur Decke reicht//
ich schätz’ mal du hast dir durch die Reibung das Hirn weggeschleift
nett gemeint – falls du dich mal fragst, wo deine Haare sind//
die fallen gar nicht aus, die häng’n geschmolzen in der Lampe drin
Alles wack, hast dich immer wieder unterboten//
Kopf ist an der Decke, doch bei dir gibt’s sehr viel Luft nach oben".
Man findet in der Runde zwar keine technischen Highlights, das bedarf es bei den humorvollen Punchlines aber auch nicht. Fast jede Zeile nimmt einen anderen Aspekt der Runden von EarlCursed bezug und dreht diesen treffend gegen ihn. Die Highlights sind dabei:
>>"Es gibt so viele gute Masken, doch der Trottel blickt das nie //
er denkt sich: „Ich nehm die, wo man mein Doppelkinn noch sieht.“"<< und
>>"
Typisch Fußballfan, der nimmt zu Hause in seinem Sessel Platz //
kann zwar selber nichts, doch sagt den anderen, wie man es besser macht."<<.
--- Flow (2/3) ---
Beide Künstler rappen sehr gut auf den Beat. Es gibt zwar keine ausgefallen Flowpatterns, sie schaffen es aber durch kleine Variationen und Betonungen die Pointen der Punchlines gut hervorzuheben. Das macht für mich in Summe 2 von 3 möglichen Flowpunkten.
(7/10)
--- Video (1/1) ---
Die Szenen sind zwar sehr monton, das Video wirkt aber durchweg professionell, was vor allem an einer guten Performance von Ingo Vernabile und einem wirklich gelungenen Schnitt liegt. Einen Pluspunkt gibt es außerdem dafür, dass das Video draußen gedreht wurde. Dir Runde hat den Videopunkt verdient.
--- Audio (1/2) ---
Die Audioqualität ist für Bars League-Verhältnisse ordentlich, ich habe die Runde gerne mehrmals am Stück gehört. Die Hook klingt zwar ganz gut, ist aber meiner Meinung nach nicht wirklich für den Beat geeignet. Insgesamt schwanke ich zwischen einem und zwei Punkten, entscheide mich aber aufgrund des Regfrains nur für einen Audiopunkt.
--- Text (3/4) ---
Die Runde bietet viel Gegnerbezug. Von Earls Aussehen und Maskenwahl, über Videos bis zu seiner Battlehistorie wird eigentlich alles aufgegriffen, was der Gegner an Angriffsfläche bietet. Der Text liefert durchweg gelungene bildliche Sprache, was die Punches nochmal gut hervorhebt. Besonders gelungen ist dabei der Part über die Deckenhöhe im Video:
>>"Boah bist du ein Riese mit nem Kopf der bis zur Decke reicht//
ich schätz’ mal du hast dir durch die Reibung das Hirn weggeschleift
nett gemeint – falls du dich mal fragst, wo deine Haare sind//
die fallen gar nicht aus, die häng’n geschmolzen in der Lampe drin
Alles wack, hast dich immer wieder unterboten//
Kopf ist an der Decke, doch bei dir gibt’s sehr viel Luft nach oben".
Man findet in der Runde zwar keine technischen Highlights, das bedarf es bei den humorvollen Punchlines aber auch nicht. Fast jede Zeile nimmt einen anderen Aspekt der Runden von EarlCursed bezug und dreht diesen treffend gegen ihn. Die Highlights sind dabei:
>>"Es gibt so viele gute Masken, doch der Trottel blickt das nie //
er denkt sich: „Ich nehm die, wo man mein Doppelkinn noch sieht.“"<< und
>>"
Typisch Fußballfan, der nimmt zu Hause in seinem Sessel Platz //
kann zwar selber nichts, doch sagt den anderen, wie man es besser macht."<<.
--- Flow (2/3) ---
Beide Künstler rappen sehr gut auf den Beat. Es gibt zwar keine ausgefallen Flowpatterns, sie schaffen es aber durch kleine Variationen und Betonungen die Pointen der Punchlines gut hervorzuheben. Das macht für mich in Summe 2 von 3 möglichen Flowpunkten.
(7/10)
EarlCursed
Video
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Text
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Flow
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--- Video (1/1) ---
Sehr durchdachtes Video, in dem Earl und Marcenic in eine Art "Bunker" lungern, dafür könnte man schon fast einen Punchlinepunkt geben. Schnitt und Performance im Video sind dann zwar ausbaufähig, aber für die Idee gibt es von mir trotzdem den Videopunkt.
--- Audio (0/2) ---
Die Runde ist nun wirklich keine Belohnung für die Ohren, wiederholtes Anhören ist auf Dauer anstrengend. Die Audioqualität lässt sehr zu wünschen übrig, die Stimme klingt oft zu hart. Das reicht für mich nicht für einen Audiopunkt.
--- Text (3/4) ---
Der Name des Gegner wurde ausgiebig als Angriffsfläche genutzt, was einige lustige Zeilen hervorgerbacht hat. Die beste Zeile hier war vermutlich:
>>"In Sachen Battlen ist der Bunker doch der schlechteste Dreck,
Im Bunker geht man doch nur, wenn man sich vor dem Battlen versteckt"<<.
Insgesamt wurde der Ansatz vielleicht ein bisschen zu sehr ausgeschlachtet, irgendwann kann man keine Bunkerlines mehr hören.
Ansonsten gibt es schöne Representerbars und eine solide Technik ohne krampfhaft zu wirken, das zeugt von einer gewissen Routine beim schreiben. Weitere Texthighlights sind:
>>"Sagt mir, was Ihr wollt, ist doch nur aussichtsloser Scheiß
Ihr seid für mich gar nichts außer eine Audiodatei
Spricht von mir, als Gegner seid ihr übereifrig, federleicht,
Ich wiege 100 Kilo, und Ihr wiegt 35 Megabyte"<< und
>>"Ihr werdet nur Legenden, weil man eure Existenz bezweifelt"<<.
Insgesamt eine textlich anständige Runde, ich sehe hier Bunkerlungerer aber vorne und vergebe deshalb nur 2 Punkte.
--- Flow (1/3) ---
Der Flow ist zu Beginn der Runde noch recht rund, baut aber gefühlt im Laufe der Runde ab. Insgesamt ist die Stimme sehr druckvoll, was gut zu Earls Battlestil passt, aber an manchen Stellen unpassend wirkt. Beim Flow gibt es kaum Variationen. Insgesamt kann ich hier im Vergleich zum Gegner nur einen Punkt geben.
(4/10)
Sehr durchdachtes Video, in dem Earl und Marcenic in eine Art "Bunker" lungern, dafür könnte man schon fast einen Punchlinepunkt geben. Schnitt und Performance im Video sind dann zwar ausbaufähig, aber für die Idee gibt es von mir trotzdem den Videopunkt.
--- Audio (0/2) ---
Die Runde ist nun wirklich keine Belohnung für die Ohren, wiederholtes Anhören ist auf Dauer anstrengend. Die Audioqualität lässt sehr zu wünschen übrig, die Stimme klingt oft zu hart. Das reicht für mich nicht für einen Audiopunkt.
--- Text (3/4) ---
Der Name des Gegner wurde ausgiebig als Angriffsfläche genutzt, was einige lustige Zeilen hervorgerbacht hat. Die beste Zeile hier war vermutlich:
>>"In Sachen Battlen ist der Bunker doch der schlechteste Dreck,
Im Bunker geht man doch nur, wenn man sich vor dem Battlen versteckt"<<.
Insgesamt wurde der Ansatz vielleicht ein bisschen zu sehr ausgeschlachtet, irgendwann kann man keine Bunkerlines mehr hören.
Ansonsten gibt es schöne Representerbars und eine solide Technik ohne krampfhaft zu wirken, das zeugt von einer gewissen Routine beim schreiben. Weitere Texthighlights sind:
>>"Sagt mir, was Ihr wollt, ist doch nur aussichtsloser Scheiß
Ihr seid für mich gar nichts außer eine Audiodatei
Spricht von mir, als Gegner seid ihr übereifrig, federleicht,
Ich wiege 100 Kilo, und Ihr wiegt 35 Megabyte"<< und
>>"Ihr werdet nur Legenden, weil man eure Existenz bezweifelt"<<.
Insgesamt eine textlich anständige Runde, ich sehe hier Bunkerlungerer aber vorne und vergebe deshalb nur 2 Punkte.
--- Flow (1/3) ---
Der Flow ist zu Beginn der Runde noch recht rund, baut aber gefühlt im Laufe der Runde ab. Insgesamt ist die Stimme sehr druckvoll, was gut zu Earls Battlestil passt, aber an manchen Stellen unpassend wirkt. Beim Flow gibt es kaum Variationen. Insgesamt kann ich hier im Vergleich zum Gegner nur einen Punkt geben.
(4/10)
tomilla.
Zur Bewertung »
vergibt ein 7 zu 4 an
Bunkerlungerer
Bewertung von tomilla.
7 - 4
Gewinner: BunkerlungererBunkerlungerer
Video
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Audio
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Video: Video sieht für mich deutlich cooler aus. Wir haben hier mehr Locations und ganz coole Lichtspielereien, die mir gut gefallen. Auch ist das Ganze besser geschnitten und verzichtet auf nervige Effekte. Ist im Vergleich schon besser!
Audio: An sich ist die Audioqualität und der Hörgenuss wirklich in Ordnung, nur den Gesangspart in der Hook hätte man sich absolut schenken können. Der fittet leider gar nicht so wirklich. Ansonsten finde ich ganz cool wie das Feature eingearbeitet ist, auch aus taktischer Sicht, da man so zumindest die Zeilen ein wenig mit berücksichtigen kann, wenn Sie zur Hälfte vom Bunkerlungerer kommen. Für die volle Punktzahl reicht es hier aber auf Grund stilistischer Verfehlungen und einer guten aber nicht sehr guten Tonqualität nicht.
Text: Find ich gut gelungen: BL bringt hier viele gut zu ende gedachte und ausformulierte Punches über das Äußere des Gegners sowohl was die Größe als auch sein allgemeines Auftreten angeht. Besonders gut finde ich die über die Größe, da musste ich das eine ums andere Mal durchaus schmunzeln. Auch die Lines über die Maske funktionieren alle ganz gut. Diese sind zwar nicht weltbewegend kreativ aber schlüssig vorgetragen. Insgesamt gut mit ein paar mehr K.O.Treffern auch durchaus für mehr bestimmt.
Flow: Da ich die Hookpassagen schon bei der Audio kritisiert habe, möchte ich sie hier nicht zu hoch hängen. Flowlich auf jeden Fall deutlich routinierter als das Gegenüber mit abwechslungsreicheren Patterns die ziemlich tight sind. Reicht hier dicke für die Oberhand!
Audio: An sich ist die Audioqualität und der Hörgenuss wirklich in Ordnung, nur den Gesangspart in der Hook hätte man sich absolut schenken können. Der fittet leider gar nicht so wirklich. Ansonsten finde ich ganz cool wie das Feature eingearbeitet ist, auch aus taktischer Sicht, da man so zumindest die Zeilen ein wenig mit berücksichtigen kann, wenn Sie zur Hälfte vom Bunkerlungerer kommen. Für die volle Punktzahl reicht es hier aber auf Grund stilistischer Verfehlungen und einer guten aber nicht sehr guten Tonqualität nicht.
Text: Find ich gut gelungen: BL bringt hier viele gut zu ende gedachte und ausformulierte Punches über das Äußere des Gegners sowohl was die Größe als auch sein allgemeines Auftreten angeht. Besonders gut finde ich die über die Größe, da musste ich das eine ums andere Mal durchaus schmunzeln. Auch die Lines über die Maske funktionieren alle ganz gut. Diese sind zwar nicht weltbewegend kreativ aber schlüssig vorgetragen. Insgesamt gut mit ein paar mehr K.O.Treffern auch durchaus für mehr bestimmt.
Flow: Da ich die Hookpassagen schon bei der Audio kritisiert habe, möchte ich sie hier nicht zu hoch hängen. Flowlich auf jeden Fall deutlich routinierter als das Gegenüber mit abwechslungsreicheren Patterns die ziemlich tight sind. Reicht hier dicke für die Oberhand!
EarlCursed
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Video: EarlCursed kommt mit Schwarzweiß Video mit Statik-Effekt. Hierbei gehe ich davon aus, dass das irgendwie zuhause gefilmt ist und überwiegend mit selbst gehaltener Kamera, so dass man lediglich sein Gesicht samt Maske sieht. Das empfinde ich als nicht besonders aufwändig und gefällt mir optisch leider nicht ganz so. Außerdem schluckt der Effekt recht viel vom Bild, so dass ich diesen auch eher als Nachteil empfinde. Hier ist für mich leider nichts zu holen.
Audio: Marginal schlechter als beim gegenüber. Das Vocal klingt etwas matschig, die S-Laute klingen an vielen Stellen sehr dumpf und die ganze Performance dürfte für mich noch etwas mehr nach vorne gehen – Stimmvolumen ist ja vorhanden, aber dann setz lieber einen Cut mehr, dass du die Spucke und die Luft für die nächste Zeile hast so als kleiner Tipp. Auch hier: auch tiefe Stimmen dürfen ruhig einen gewissen Höhenanteil im Mix bekommen, dann setzen sie sich einfach besser gegen die Instrumente durch. Ansonsten passt die Stimmlage ganz gut zum Instrumental. Abzüge in der B-Note auch für den Beatcut vor Marcenics Verse, das fällt leider schon arg unangenehm auf und zeigt mir ein bisschen, dass ihr recording-handwerklich eventuell noch von ein bisschen Übung oder ein paar Tutorials profitieren könntet.
Text: Earl bezieht sich viel auf den Namen des Gegners und nutzt dafür einige militärische Anspielungen, die für mich aber eher flach fallen. auch hier wieder: Wenn man die Erklärung in Klammern hinter die Punchline schreiben muss, ist sie wahrscheinlich eher Käse. Es sind aber auch einige gute Dinger dabei wie die Megabyte Line, mit welchem er dem Gegner den Stempel der Non-Existenz aufdrücken möchte. Diese wird am Ende des zweiten Parts auch noch mit einer schönen Avatar Anspielung aufgegriffen. Gerne mehr davon! Auch den Einstieg in die zweite Strophe fand ich gut. Ein bisschen leidet die Runde auch unter einer sehr schwankenden Reimqualität. Wenn die Line gut ist, sind meistens auch die Reime in Ordnung, oft haben inhaltlich schlechte Lines aber auch sehr krampfhafte zweckige Reime (Du kannst mit meiner Oma Nähtechniken tauschen, Sie würde dir auch ein schönes Teekräntzchen erlauben). Da würde ich empfehlen weniger auf Krampf tolle lange Reime zu schreiben, wenn hierbei der Inhalt auf der Strecke bleibt.
Flow: EarlCursed benutzt (zum Glück) ein sehr einfaches Pattern, das überwiegend aus Paarreimen besteht, rutscht hierbei aber gerne mal mehr mal weniger vom Grid. Auf Grund der Simplizität des Patterns fällt dies für mich aber weniger auf als wenn er dazu zusätzlich noch Gott-weiß-wie verschachtelte Reimschemata verwenden würde. Für eine halbwegs taktsichere aber wenig groovende Leistung gibt es einen Punkt
PS: Hab dich auch lieb Marcenic! <3
Audio: Marginal schlechter als beim gegenüber. Das Vocal klingt etwas matschig, die S-Laute klingen an vielen Stellen sehr dumpf und die ganze Performance dürfte für mich noch etwas mehr nach vorne gehen – Stimmvolumen ist ja vorhanden, aber dann setz lieber einen Cut mehr, dass du die Spucke und die Luft für die nächste Zeile hast so als kleiner Tipp. Auch hier: auch tiefe Stimmen dürfen ruhig einen gewissen Höhenanteil im Mix bekommen, dann setzen sie sich einfach besser gegen die Instrumente durch. Ansonsten passt die Stimmlage ganz gut zum Instrumental. Abzüge in der B-Note auch für den Beatcut vor Marcenics Verse, das fällt leider schon arg unangenehm auf und zeigt mir ein bisschen, dass ihr recording-handwerklich eventuell noch von ein bisschen Übung oder ein paar Tutorials profitieren könntet.
Text: Earl bezieht sich viel auf den Namen des Gegners und nutzt dafür einige militärische Anspielungen, die für mich aber eher flach fallen. auch hier wieder: Wenn man die Erklärung in Klammern hinter die Punchline schreiben muss, ist sie wahrscheinlich eher Käse. Es sind aber auch einige gute Dinger dabei wie die Megabyte Line, mit welchem er dem Gegner den Stempel der Non-Existenz aufdrücken möchte. Diese wird am Ende des zweiten Parts auch noch mit einer schönen Avatar Anspielung aufgegriffen. Gerne mehr davon! Auch den Einstieg in die zweite Strophe fand ich gut. Ein bisschen leidet die Runde auch unter einer sehr schwankenden Reimqualität. Wenn die Line gut ist, sind meistens auch die Reime in Ordnung, oft haben inhaltlich schlechte Lines aber auch sehr krampfhafte zweckige Reime (Du kannst mit meiner Oma Nähtechniken tauschen, Sie würde dir auch ein schönes Teekräntzchen erlauben). Da würde ich empfehlen weniger auf Krampf tolle lange Reime zu schreiben, wenn hierbei der Inhalt auf der Strecke bleibt.
Flow: EarlCursed benutzt (zum Glück) ein sehr einfaches Pattern, das überwiegend aus Paarreimen besteht, rutscht hierbei aber gerne mal mehr mal weniger vom Grid. Auf Grund der Simplizität des Patterns fällt dies für mich aber weniger auf als wenn er dazu zusätzlich noch Gott-weiß-wie verschachtelte Reimschemata verwenden würde. Für eine halbwegs taktsichere aber wenig groovende Leistung gibt es einen Punkt
PS: Hab dich auch lieb Marcenic! <3
schokokeks101
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vergibt ein 8 zu 4 an
Bunkerlungerer
Bewertung von schokokeks101
8 - 4
Gewinner: BunkerlungererBunkerlungerer
Video
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Video (1/1 Punkt):
Ihr liefert hier das weitaus bessere Video ab. Man merkt deutlich, dass ihr euch Gedanken um Lichtsetzung und Performance gemacht habt. Auch die Nutzung verschiedener Kamerawinkel und die Einbindung passender kleiner Effekte lassen das Gesamtbild viel professioneller und stimmiger wirken als bei eurem Gegner. Das Color Grading passt ebenfalls sehr gut zur düsteren Atmosphäre. Was mir allerdings aufgefallen ist: Ihr tretet als Tag-Team an, aber im Video sieht man nur einen einzigen Performer. Das ist handwerklich zwar nicht schlecht, aber für ein Duo-Battle nimmt das einfach ein bisschen die persönliche Dynamik raus und ist unterm Strich "nicht so prickelnd". Als konstruktives Feedback für die Zukunft: Versucht, euch bei den Locations noch etwas mehr auszutoben. Es wirkt aktuell so, als hättet ihr eine einzige Location genommen und diese viermal umgebaut. Das sorgt zwar für eine gewisse Grundvariation, aber gegen stärkere Gegner braucht ihr echte Abwechslung. Achtet auch darauf, visuell etwas mehr "Beats" (Schnitte/Tempowechsel) einzubauen, damit die reine Performance auf Dauer nicht monoton wird. Insgesamt aber eine sehr solide Leistung.
Audio (1/2 Punkte):
Kurzer organisatorischer Hinweis vorab: Bitte schreibt in Zukunft eure Namen mit in die Videobeschreibung oder blendet sie ein, das macht es für die Jury deutlich leichter zuzuordnen, wer gerade rappt.
Zur Audio: Die Hook (von Mil) bewerte ich gemäß Regelwerk nicht mit, möchte euch aber als Feedback dalassen, dass hier viel musikalisches Potenzial verschenkt wurde. Da fehlt es etwas an Mixing-Elementen und gesanglicher Ausarbeitung, um einen schönen Kontrast zu euren Parts zu schaffen.
Nun zu euch beiden: Das grundlegende Verhältnis von Stimme und Beat stimmt. Ihr seid optimal gepegelt, gut zu verstehen und sitzt solide im Beat. Allerdings gibt es ein massives Gefälle zwischen euren beiden Stimmen, was den Gesamtklang leider extrem nach unten zieht. Barbossa (die dunklere Stimme) klingt voll, gut gemischt und harmoniert exzellent mit dem Beat, das wirkt, als wären dort saubere Doubles gesetzt worden. Flimmer (die helle, etwas „stachelige“ Stimme) fällt klanglich dagegen stark ab. Es klingt, als ob hier gar keine Doubles verwendet wurden, oder als wäre das Mikrofon deutlich schlechter. Die Stimme wirkt etwas zu hoch gepitcht oder unvorteilhaft gemischt und harmoniert leider nicht gut mit dem Instrumental. Zusätzlich fallen bei euch stellenweise die Zisch- und Explosivlaute (S, Z, P) auf, die hörbar durchschlagen und den Mix unsauber wirken lassen. Besonders im direkten Schlagabtausch stört dieser harte qualitative Bruch den Hörgenuss spürbar und zieht die eigentlich gute Audio-Leistung von Barbossa mit runter.
Text (3/4 Punkte):
Euer Text lebt extrem von der sehr genauen Beobachtungsgabe. Ihr habt euch das Video eures Gegners wirklich aufmerksam angeschaut und daraus richtig geile Punches gebastelt. Die Lines über seine Größe im Raum (Kopf schleift an der Decke / Haare schmelzen in der Lampe) bauen eine sehr coole Atmosphäre auf. Die absoluten Highlights und Abrisse (jeweils 2,0 Punkte) waren für mich die Line über seine Maske ("Ich nehm die, wo man mein Doppelkinn noch sieht"), besonders in Kombination mit der Videoeinblendung, und der Aufbau mit dem Bügeleisen, das seit zwei Runden am gleichen Fleck steht ("denn der sieht auch nicht aus, als ob er sich sehr oft bewegt"). Das ist Gegnerbezug auf einem sehr hohen Niveau. Auch der Real-Talk gegen Ende bezüglich seines knappen Battles gegen Yama Bloodchains und der Versagensangst saß richtig gut. Was euch allerdings die 4 Punkte kostet, sind die vielen extrem generischen Füllerzeilen dazwischen. Sachen wie "Alles wack", "Alles bei dir scheiße", "Du rappst seit neun Jahren und was du machst der letzte Scheiß" ziehen euren ansonsten sehr smarten Text qualitativ nach unten. Wenn ihr diese plumpen Zweck-Beleidigungen rausstreicht und euch nur auf eure wirklich kreativen Beobachtungen verlasst, seid ihr textlich extrem gefährlich. Nach meinem System habt ihr von 36 bewerteten Zeilen bei 21 Zeilen gepunktet. Das ergibt eine Punchline-Dichte von 58,3 %. Das ist ein starker Text mit echten Highlights, der durch aufmerksamen Gegnerbezug glänzt, aber durch zu viele einfache Zweckreime und Standard-Beleidigungen etwas gestreckt wird.
Flow (3/3 Punkte):
Da ihr als Tag-Team antretet und euch stimmlich teilweise im wilden Wechsel ablöst, ist es für mich ehrlich gesagt extrem schwer, euch beim reinen Hören immer exakt auseinanderzuhalten und jedem ein komplett isoliertes Feedback zu geben. Aber das ist in eurem Fall gar nicht schlimm, denn als Kollektiv betrachtet, liefert ihr hier makellos ab. Euer Flow ist bei beiden exakt on point. Ihr bringt richtig gute Variationen rein, habt eine starke Delivery und trefft eure Pointen punktgenau. Ihr ergänzt euch auf dem Beat einfach hervorragend. Besonders dieser fließende Schlagabtausch-Flow zwischen euch beiden ist extrem gelungen und wertet die Runde musikalisch massiv auf. Das macht es mir als Juror sehr leicht, hier ein großes Lob für eine konstant starke Leistung auszusprechen.
Ihr liefert hier das weitaus bessere Video ab. Man merkt deutlich, dass ihr euch Gedanken um Lichtsetzung und Performance gemacht habt. Auch die Nutzung verschiedener Kamerawinkel und die Einbindung passender kleiner Effekte lassen das Gesamtbild viel professioneller und stimmiger wirken als bei eurem Gegner. Das Color Grading passt ebenfalls sehr gut zur düsteren Atmosphäre. Was mir allerdings aufgefallen ist: Ihr tretet als Tag-Team an, aber im Video sieht man nur einen einzigen Performer. Das ist handwerklich zwar nicht schlecht, aber für ein Duo-Battle nimmt das einfach ein bisschen die persönliche Dynamik raus und ist unterm Strich "nicht so prickelnd". Als konstruktives Feedback für die Zukunft: Versucht, euch bei den Locations noch etwas mehr auszutoben. Es wirkt aktuell so, als hättet ihr eine einzige Location genommen und diese viermal umgebaut. Das sorgt zwar für eine gewisse Grundvariation, aber gegen stärkere Gegner braucht ihr echte Abwechslung. Achtet auch darauf, visuell etwas mehr "Beats" (Schnitte/Tempowechsel) einzubauen, damit die reine Performance auf Dauer nicht monoton wird. Insgesamt aber eine sehr solide Leistung.
Audio (1/2 Punkte):
Kurzer organisatorischer Hinweis vorab: Bitte schreibt in Zukunft eure Namen mit in die Videobeschreibung oder blendet sie ein, das macht es für die Jury deutlich leichter zuzuordnen, wer gerade rappt.
Zur Audio: Die Hook (von Mil) bewerte ich gemäß Regelwerk nicht mit, möchte euch aber als Feedback dalassen, dass hier viel musikalisches Potenzial verschenkt wurde. Da fehlt es etwas an Mixing-Elementen und gesanglicher Ausarbeitung, um einen schönen Kontrast zu euren Parts zu schaffen.
Nun zu euch beiden: Das grundlegende Verhältnis von Stimme und Beat stimmt. Ihr seid optimal gepegelt, gut zu verstehen und sitzt solide im Beat. Allerdings gibt es ein massives Gefälle zwischen euren beiden Stimmen, was den Gesamtklang leider extrem nach unten zieht. Barbossa (die dunklere Stimme) klingt voll, gut gemischt und harmoniert exzellent mit dem Beat, das wirkt, als wären dort saubere Doubles gesetzt worden. Flimmer (die helle, etwas „stachelige“ Stimme) fällt klanglich dagegen stark ab. Es klingt, als ob hier gar keine Doubles verwendet wurden, oder als wäre das Mikrofon deutlich schlechter. Die Stimme wirkt etwas zu hoch gepitcht oder unvorteilhaft gemischt und harmoniert leider nicht gut mit dem Instrumental. Zusätzlich fallen bei euch stellenweise die Zisch- und Explosivlaute (S, Z, P) auf, die hörbar durchschlagen und den Mix unsauber wirken lassen. Besonders im direkten Schlagabtausch stört dieser harte qualitative Bruch den Hörgenuss spürbar und zieht die eigentlich gute Audio-Leistung von Barbossa mit runter.
Text (3/4 Punkte):
Euer Text lebt extrem von der sehr genauen Beobachtungsgabe. Ihr habt euch das Video eures Gegners wirklich aufmerksam angeschaut und daraus richtig geile Punches gebastelt. Die Lines über seine Größe im Raum (Kopf schleift an der Decke / Haare schmelzen in der Lampe) bauen eine sehr coole Atmosphäre auf. Die absoluten Highlights und Abrisse (jeweils 2,0 Punkte) waren für mich die Line über seine Maske ("Ich nehm die, wo man mein Doppelkinn noch sieht"), besonders in Kombination mit der Videoeinblendung, und der Aufbau mit dem Bügeleisen, das seit zwei Runden am gleichen Fleck steht ("denn der sieht auch nicht aus, als ob er sich sehr oft bewegt"). Das ist Gegnerbezug auf einem sehr hohen Niveau. Auch der Real-Talk gegen Ende bezüglich seines knappen Battles gegen Yama Bloodchains und der Versagensangst saß richtig gut. Was euch allerdings die 4 Punkte kostet, sind die vielen extrem generischen Füllerzeilen dazwischen. Sachen wie "Alles wack", "Alles bei dir scheiße", "Du rappst seit neun Jahren und was du machst der letzte Scheiß" ziehen euren ansonsten sehr smarten Text qualitativ nach unten. Wenn ihr diese plumpen Zweck-Beleidigungen rausstreicht und euch nur auf eure wirklich kreativen Beobachtungen verlasst, seid ihr textlich extrem gefährlich. Nach meinem System habt ihr von 36 bewerteten Zeilen bei 21 Zeilen gepunktet. Das ergibt eine Punchline-Dichte von 58,3 %. Das ist ein starker Text mit echten Highlights, der durch aufmerksamen Gegnerbezug glänzt, aber durch zu viele einfache Zweckreime und Standard-Beleidigungen etwas gestreckt wird.
Flow (3/3 Punkte):
Da ihr als Tag-Team antretet und euch stimmlich teilweise im wilden Wechsel ablöst, ist es für mich ehrlich gesagt extrem schwer, euch beim reinen Hören immer exakt auseinanderzuhalten und jedem ein komplett isoliertes Feedback zu geben. Aber das ist in eurem Fall gar nicht schlimm, denn als Kollektiv betrachtet, liefert ihr hier makellos ab. Euer Flow ist bei beiden exakt on point. Ihr bringt richtig gute Variationen rein, habt eine starke Delivery und trefft eure Pointen punktgenau. Ihr ergänzt euch auf dem Beat einfach hervorragend. Besonders dieser fließende Schlagabtausch-Flow zwischen euch beiden ist extrem gelungen und wertet die Runde musikalisch massiv auf. Das macht es mir als Juror sehr leicht, hier ein großes Lob für eine konstant starke Leistung auszusprechen.
EarlCursed
Video
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Audio
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Text
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Video (0/1 Punkt):
Dein Video fällt im direkten Vergleich leider deutlich ab. Es wirkt alles sehr statisch und simpel, fast schon etwas gehetzt umgesetzt. Zwar hast du unterschiedliche Posen (Stehen vs. Sitzen), aber durch den massiven Overlay-Effekt, den du über die komplette Laufzeit gelegt hast, verschwimmen diese Unterschiede. Es wirkt visuell wie eine einzige, dunkle Einheitsbrei-Location. Ein solcher Effekt kann hier und da als Stilmittel cool sein, aber über ein ganzes Video hinweg wird es anstrengend und langweilig, besonders in Kombination mit dem Schwarz-Weiß-Look. Das kaschiert leider eher die fehlende visuelle Tiefe, als dass es sie aufwertet. Für die Zukunft: Weniger ist manchmal mehr beim Effekt-Overlay, und konzentrier dich auf dynamischere Aufnahmen und Locations.
Audio (1/2 Punkte):
Bei dir blutet mir klanglich ein wenig das Herz, weil hier unfassbar viel Potenzial auf der Strecke geblieben ist. Deine generelle Stimme und deine Attitüde passen eigentlich perfekt auf diesen Beat. Das Problem ist nur: Dein Mix klingt extrem dünn. Es wirkt so, als hättest du eine einzige Spur aufgenommen, dir gesagt "passt schon" und das so hochgeladen. Hättest du deine Main-Spur mit sauberen Doubles (links und rechts im Panorama) unterlegt und die Stimme dadurch fetter und noch etwas rauer gemacht, wäre das ein absolutes Audio-Brett geworden. So fehlt es leider einfach an Druck und das Ganze wirkt, als wäre am Mix generell nicht viel gemacht worden. Da hilft es auch nicht viel, dass du die Zischlaut-Probleme deines Gegners nicht hast, die Fülle in der Stimme fehlt einfach. Aufgrund der verständlichen Grundstimmung reicht es hier aber für den einen Punkt.
Text (2/4 Punkte):
Man merkt an deinem Text, dass du dir wirklich Gedanken gemacht hast und clevere Angles finden wolltest. Du hast ein paar richtig starke, durchdachte Highlights drin. Der Vergleich mit dem Japaner Hiroo Onoda, der sich 30 Jahre im Dschungel-Bunker versteckt, besonders gepaart damit, dass deine Gegner im Wald performen, hittet extrem gut. Auch dein Front gegen ihre Anonymität ist stark aufgebaut: Zu sagen, sie haben keine Körper und Gesichter und sind für dich nichts weiter als eine "35 Megabyte große Audiodatei", ist eine sehr kreative Angriffsfläche. Weitere Highlights waren für mich der "Avatar Aang/Sauerstoffzelt"-Aufbau, die Line mit der "Whackness infiziert" und das smarte Wortspiel mit dem Namen ihres Hookkünstlers ("Wer von euch ein Gegner ist, beschreibt der Name eures Hookkünstlers" -> None/Niemand). Auch das Namens-Wortspiel mit Flimmer ("hellste Leuchte am Flimmern") war eine coole Idee, die mit einer besseren Delivery sogar ein absolutes Highlight (2,0) hätte sein können. Dein Problem ist allerdings die Konstanz. Zwischen diesen smarten Ansätzen hast du leider sehr viele Aussetzer und platte Füllerzeilen, die deinen Text extrem strecken. Zeilen wie "Normalerweise denkt man sofort an Arschlecker in viel zu doof" oder "ist doch nur aussichtsloser Scheiß" sind einfach extrem schwach und ziehen das Niveau runter. Auch Vergleiche wie der mit Napoleon liefen inhaltlich komplett ins Leere, und die Abschluss-Zeile mit dem Tod von Barbossa in Fluch der Karibik hätte man viel besser und treffender verpacken müssen. Nach meinem System hast du von 48 bewerteten Zeilen bei 22 Zeilen gepunktet (0,5 oder 1,0 Punkte). Das ergibt eine Punchline-Dichte von 45,8 %. Das ist ein solider Durchschnitt, bei dem smarte Nerd-Vergleiche und gute Ansätze von zu vielen generischen Füllerzeilen und mangelhafter Delivery ("None"-Line) zurückgehalten werden. Wenn du die plumpen Beleidigungen in Zukunft rausstreichst und die starken Angles besser ausformulierst, geht da noch deutlich mehr.
Flow (1/3 Punkte):
Dein Flow hat in dieser Runde leider zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Im ersten Part fängst du recht schwach und gehetzt an, als würdest du auf Krampf versuchen, viel zu viele Silben in eine Zeile zu pressen. Danach fängst du dich aber und findest deinen Rhythmus. Du baust dann einen sehr stoischen, autoritären und wuchtigen Flow auf, bei dem du die Zeilenenden extrem dominant betonst. Das kommt richtig gut. Deine Attitüde und Delivery sind in dieser Phase hervorragend, du schaffst es, durch reine Betonung selbst mittelmäßige Lines wie brachiale Treffer wirken zu lassen. Im zweiten Part schwächelst du dann aber leider massiv ab. Du verfällst wieder in das Muster vom Anfang, zappelst gehetzt über die Zeilen, nur um am Ende diesen dominanten Abschluss aus dem ersten Part irgendwie erzwingen zu können. Das wirkt sehr unrund. Zudem geht dir spürbar die Luft aus: Man hört deine Atemzüge sehr deutlich und es wirkt, als wärst du komplett unter Zeitdruck. Dadurch rutschst du phasenweise auch stark offbeat. Das reißt den wirklich starken Eindruck aus der Mitte des ersten Parts leider wieder ein.
Dein Video fällt im direkten Vergleich leider deutlich ab. Es wirkt alles sehr statisch und simpel, fast schon etwas gehetzt umgesetzt. Zwar hast du unterschiedliche Posen (Stehen vs. Sitzen), aber durch den massiven Overlay-Effekt, den du über die komplette Laufzeit gelegt hast, verschwimmen diese Unterschiede. Es wirkt visuell wie eine einzige, dunkle Einheitsbrei-Location. Ein solcher Effekt kann hier und da als Stilmittel cool sein, aber über ein ganzes Video hinweg wird es anstrengend und langweilig, besonders in Kombination mit dem Schwarz-Weiß-Look. Das kaschiert leider eher die fehlende visuelle Tiefe, als dass es sie aufwertet. Für die Zukunft: Weniger ist manchmal mehr beim Effekt-Overlay, und konzentrier dich auf dynamischere Aufnahmen und Locations.
Audio (1/2 Punkte):
Bei dir blutet mir klanglich ein wenig das Herz, weil hier unfassbar viel Potenzial auf der Strecke geblieben ist. Deine generelle Stimme und deine Attitüde passen eigentlich perfekt auf diesen Beat. Das Problem ist nur: Dein Mix klingt extrem dünn. Es wirkt so, als hättest du eine einzige Spur aufgenommen, dir gesagt "passt schon" und das so hochgeladen. Hättest du deine Main-Spur mit sauberen Doubles (links und rechts im Panorama) unterlegt und die Stimme dadurch fetter und noch etwas rauer gemacht, wäre das ein absolutes Audio-Brett geworden. So fehlt es leider einfach an Druck und das Ganze wirkt, als wäre am Mix generell nicht viel gemacht worden. Da hilft es auch nicht viel, dass du die Zischlaut-Probleme deines Gegners nicht hast, die Fülle in der Stimme fehlt einfach. Aufgrund der verständlichen Grundstimmung reicht es hier aber für den einen Punkt.
Text (2/4 Punkte):
Man merkt an deinem Text, dass du dir wirklich Gedanken gemacht hast und clevere Angles finden wolltest. Du hast ein paar richtig starke, durchdachte Highlights drin. Der Vergleich mit dem Japaner Hiroo Onoda, der sich 30 Jahre im Dschungel-Bunker versteckt, besonders gepaart damit, dass deine Gegner im Wald performen, hittet extrem gut. Auch dein Front gegen ihre Anonymität ist stark aufgebaut: Zu sagen, sie haben keine Körper und Gesichter und sind für dich nichts weiter als eine "35 Megabyte große Audiodatei", ist eine sehr kreative Angriffsfläche. Weitere Highlights waren für mich der "Avatar Aang/Sauerstoffzelt"-Aufbau, die Line mit der "Whackness infiziert" und das smarte Wortspiel mit dem Namen ihres Hookkünstlers ("Wer von euch ein Gegner ist, beschreibt der Name eures Hookkünstlers" -> None/Niemand). Auch das Namens-Wortspiel mit Flimmer ("hellste Leuchte am Flimmern") war eine coole Idee, die mit einer besseren Delivery sogar ein absolutes Highlight (2,0) hätte sein können. Dein Problem ist allerdings die Konstanz. Zwischen diesen smarten Ansätzen hast du leider sehr viele Aussetzer und platte Füllerzeilen, die deinen Text extrem strecken. Zeilen wie "Normalerweise denkt man sofort an Arschlecker in viel zu doof" oder "ist doch nur aussichtsloser Scheiß" sind einfach extrem schwach und ziehen das Niveau runter. Auch Vergleiche wie der mit Napoleon liefen inhaltlich komplett ins Leere, und die Abschluss-Zeile mit dem Tod von Barbossa in Fluch der Karibik hätte man viel besser und treffender verpacken müssen. Nach meinem System hast du von 48 bewerteten Zeilen bei 22 Zeilen gepunktet (0,5 oder 1,0 Punkte). Das ergibt eine Punchline-Dichte von 45,8 %. Das ist ein solider Durchschnitt, bei dem smarte Nerd-Vergleiche und gute Ansätze von zu vielen generischen Füllerzeilen und mangelhafter Delivery ("None"-Line) zurückgehalten werden. Wenn du die plumpen Beleidigungen in Zukunft rausstreichst und die starken Angles besser ausformulierst, geht da noch deutlich mehr.
Flow (1/3 Punkte):
Dein Flow hat in dieser Runde leider zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Im ersten Part fängst du recht schwach und gehetzt an, als würdest du auf Krampf versuchen, viel zu viele Silben in eine Zeile zu pressen. Danach fängst du dich aber und findest deinen Rhythmus. Du baust dann einen sehr stoischen, autoritären und wuchtigen Flow auf, bei dem du die Zeilenenden extrem dominant betonst. Das kommt richtig gut. Deine Attitüde und Delivery sind in dieser Phase hervorragend, du schaffst es, durch reine Betonung selbst mittelmäßige Lines wie brachiale Treffer wirken zu lassen. Im zweiten Part schwächelst du dann aber leider massiv ab. Du verfällst wieder in das Muster vom Anfang, zappelst gehetzt über die Zeilen, nur um am Ende diesen dominanten Abschluss aus dem ersten Part irgendwie erzwingen zu können. Das wirkt sehr unrund. Zudem geht dir spürbar die Luft aus: Man hört deine Atemzüge sehr deutlich und es wirkt, als wärst du komplett unter Zeitdruck. Dadurch rutschst du phasenweise auch stark offbeat. Das reißt den wirklich starken Eindruck aus der Mitte des ersten Parts leider wieder ein.
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