Bitte keine 6 Minuten Runde mehr, ich sitze seit 7h an den Bewertungen :((
--- Video (0/1) ---
Relativ unspektakuläres Video, das dauernd von Einspielern unterbrochen wird, die den Zuhörer dauernd aus der Runde holen. Würde ich in Zukunft lassen, das wertet die Runde massiv ab. Auch sonst eher monotone Szenen, die auch durch die Effekte im Video nicht besser werden.
--- Audio (0/2) ---
Auch hier muss ich leider die Einspieler negativ hervorheben. Durch die einzelnen Clips (also KLYPs hehe) haben die verschiedenen Stellen des Videos eine ganz andere Wirkung, was den Hörgenuss stört. Auch sonst ist die Runde nicht sonderlich musikalisch, der Fokus liegt eher auf dem Text, was dahingehend durchaus gelungen ist, aber an dieser Stelle keinen Audiopunkt einbringt.
--- Text (3/4) ---
Lotus kommt hier mit einem hohen Niveau an Reimen, die gut ausgearbeitet sind und gibt sich sonst auch viel Mühe mit dem Text. Durch die 5(!!) Strophen gehen die besten Lines leider etwas unter. Hätte man die besten Stellen zusammengefasst und auf 2-3 Parts aufgeteilt, hätte das einer der besten Texte des 32stels werden können. So muss man sich die Rosinen mühselig rauspicken. Meine persönlichen Highlights sind folgende Zeilen:
>>"Ich könnt' dein Depri-Lied ausschlachten, doch das wär auf Bitch-Niveau,
denn dieser Angle ist zu „low“ – wie bei den KLYP-Videos."<<;
>>"Kein Feuer an dein Bitch-Mikrofon,
es macht nur „klick-klick“, denn hier brennt KLYP asynchron / Clipper Synchron."<<.
Auch die Lines, bei denen die Namen verdreht werden, ist ziemlich gut gelungen:
>>"Du redest von Waffen, doch wirkst nur frustriert,
weil dein Clip schon beim Laden die Wirkung verliert.
Du hast Ladehemmung, hör auf zu blenden –
weil der Vollstrecker kommt, um die Knarre zu Fenten!"<<
Auch sonst bietet der Text zahlreiche unterhaltsame Punchlines. Insgesamt zeigt Lotus, dass er gutes Potential für Battlerap hat und ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren noch mehr davon sehen können.
--- Flow (1/3) ---
Lotus hat teilweise noch etwas Mühe, den Takt zu treffen, man hört die fehlende Erfahrung phasenweise raus. Dennoch gibt es stabile Flowpassagen, die leider wieder durch die Einspieler unterbrochen werden. Dadurch ist leider nicht mehr als ein Punkt drin. Positiv erwähnen kann man definitiv die Betonungen, durch die der Artist gut Pointen hervorhebt.
(4/10)